Homöopathie und Wissenschaft
„Heilen mit dem Nichts“ – Eine Provokation?
Ein Artikel von Yvonne Beutelrock
Heilpraktikerin Fachrichtung Homöopathie, Vereinsvorsitzende
„Das ist ja, wie wenn man ein Glas Wasser in den Bodensee kippt…“ so die Kritiker der Homöopathie.
Nun, so ganz unrecht haben sie nicht.
Die sogenannte Avogadro-Konstante, eine Zahl, die angibt, wie viele Teilchen in einer Menge Stoff enthalten sind, – ist bei homöopathisch potenzierten Arzneimitteln schnell unterschritten. Das heißt, im Labor ist die Ausgangssubstanz aufgrund der immer wiederkehrenden Verdünnung nicht mehr nachweisbar.
Trotzdem haben homöopathische Arzneimittel eine Wirkung, so sagen die Homöopathen.
Oder gerade deshalb?
Die Herstellung von homöopathischen Arzneien ist aber nicht nur eine schrittweise Verdünnung der Ausgangssubstand. Viel wichtiger ist wahrscheinlich, dass bei jedem Verdünnungsschritt durch mechanische Schüttelschläge, die „Verschüttelung“ oder „Potenzierung“, die Arzneikraft aus der Substanz freigesetzt und energetisiert wird.
Das heißt, je häufiger verdünnt UND verschüttelt wurde, desto höher die Arzneikraft, Potenz genannt.
Wie lässt sich das aber beweisen?
Patienten und homöopathisch arbeitende Ärzte und Heilpraktiker berichten von unzähligen Heilungen und Verbesserungen der Gesundheit bei Mensch und Tier.
Es gibt eine große Sammlung von Kasuistiken (Patientenfällen), die dies belegen.
Die Skeptiker erklären dieses Phänomen ganz einfach mit dem Placebo Effekt.
Aber gibt es denn keine Studien zur Wirksamkeit der Homöopathie?
Doch, die gibt es!
Der erste wissenschaftliche Versuch 1790
bzw die erste Arzneimittelprüfung
Dr. med. Samuel Hahnemann hatte, nachdem er eine Abhandlung eines Kollegen über die Behandlung von Malaria mit Chinarinde gelesen hatte, starke Zweifel und unternahm deshalb einen Eigenversuch.
Er nahm Chinarinde in pulverisierter Form ein und nach einiger Zeit entwickelte er die Symptomatik der Malaria.
Nachdem die Substanz ausgewirkt hatte und die Symptome von selbst wieder verschwunden waren, wiederholte er diesen Versuch mehrmals und erzielte stets das gleiche Resultat. Das Ergebnis war also reproduzierbar und hatte Hahnemann zum Nachdenken gebracht.
Das Ähnlichkeitsprizip
Er folgerte:
„Wenn eine Substanz in der Lage ist, bei einem Gesunden Symptome zu erzeugen und im umgekehrten Fall, die gleichen Symptome eines Erkrankten zu heilen, dann wird Gleiches mit Gleichem geheilt.
Hahnemann hatte also ein Naturgesetz, das Paracelsus schon postuliert hatte, nämlich das Ähnlichkeitsprinzip, bei sich selbst verifiziert.
Hahnemanns Chinarindenversuch als wissenschaftliches Experiment war die Geburtsstunde der Homöopathie.
Ist nicht genau dies die Vorgehensweise der Wissenschaft?
Ausprobieren, ergebnisoffen sein und prüfen ob das Ergebnis reproduzierbar ist, dokumentieren und weiter forschen …
Hahnemann hat weitergeforscht indem er viele weitere Substanzen aus der Pflanzenwelt, der Mineralien und dem Tierreich im Selbstversuch geprüft hat. In diesen so genannten „Arzneimittelprüfungen“ entstanden und entstehen bis heute die homöopathischen Arzneimittelbilder.
Nun begann Hahnemann seine homöopathischen Arzneimittel anzuwenden und behandelte Kranke.
Auch dies ist eine absolut wissenschaftliche Art zu arbeiten!
Irgendwann aber stand er vor dem Problem der Dosierung. Da er nämlich auch mit giftigen Substanzen gearbeitet hatte (z. B. Belladonna, die Tollkirsche oder Arsen, Quecksilber usw.), wollte er seine Patienten natürlich nicht vergiften. War die Dosis aber zu schwach, dann hat sie nicht gewirkt.
Die Potenzierung
So kam Hahnemann auf die geniale Idee der Dynamisierung. Er verdünnte die Substanz und verschüttelte diese und wiederholte diesen Vorgang immer und immer wieder.
Das Ergebnis dieser Potenzierung war eine hochwirksame, nichtstoffliche also energetische Arznei, die ihre Heilkraft direkt auf die Lebenskraft auswirkt.
Das war Wissenschaft damals….
Und heute?
Die Homöopathie war von jeher beliebt und umstritten gleichermaßen und das ist bis heute so.
Aber trotz aller Diffamierung lebt die Homöopathie immer noch! Wie groß muss ihre Wahrheit sein!
Die WissHom (Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie) hat es sich zur Aufgabe gemacht, wissenschaftliche Grundlagenforschung in der Homöopathie zu betreiben und zu veröffentlichen.
Auf der Webseite der WissHom ist eine aktuelle Übersicht zur Homöopathie-Forschung für jedermann zugänglich zu finden. Man wird staunen, wie groß die Sammlung von wissenschaftlicher Literatur über Homöopathie ist, wo doch immer behauptet wird, es gäbe sie nicht.
Aude Sapere:
Seien Sie neugierig! Forschen Sie nach! Lesen Sie die wissenschaftlichen Arbeiten! Probieren Sie die Homöopathie aus!
Der Verein für Homöopathie und Gesundheitspflege Ulm/ Neu-Ulm e. V. seit 1903 hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Homöopathie zu bewahren und dieses wertvolle Wissen in die Welt hinauszutragen!
Wir laden Sie herzlich zu unseren Veranstaltungen ein!

